Bei Heidi fliegen mehr Handtücher als im Ring mit Vitali Klitschko

Schon öfter stellte man sich beim Anschauen von Germanys Next Topmodel die Frage, was genau sich hinter dem Begriff Stargast verbirgt. Neben bisher unbekannten Influencern, mehr oder weniger erfolgreichen Ex-Kandidatinnen und in Deutschland völlig unbekannten Starfriseuren oder Modedesignern tauchen plötzlich echte Megastars auf. In dieser Woche Otto Waalkes. Otto wer? Diese Frage stand den Mädchen mehr als deutlich ins Gesicht geschrieben, als sie von ihrem Drehpartner von einem völlig sinnbefreiten Videospot in einem Berliner Späti erfuhren. Und für alle, die nicht wissen was das ist: Es handelt sich dabei um einen vergammelten Kiosk, in dem man auch zu nächtlicher Stunde noch Kippen, Süßigkeiten oder für alle, die es nicht lassen können – Alkohol erstehen können.

Aber zunächst einmal war ProSieben auf der Suche nach einem Lückenbüßer für die bisher durch ihre Streitsucht auffällige und in der letzten Folge freiwillig ausgeschiedene Linda. Naja, ganz freiwillig war ihr Ausstieg nicht, sondern eher ein Eingeständnis, dem Modelwahnsinn nicht gewachsen zu sein, der wie im echten Leben ein Shooting in 122 Meter Höhe beinhaltete und eben zum Modelalltag gehörte. Es musste also Ersatz her. Dem Drehteam rückten dabei Luca und Elisa ins Auge, die plötzlich auch mal was sagen durften. Aber bevor es zu kuschlig in der Model-WG werden konnte, wurden die Mädchen darüber informiert, dass sie für einen Videodreh einen Text zu lernen haben. Dascha fasste die allgemeine Stimmung gut zusammen indem sie flehte: „Hoffentlich ist es kein Comedian, der etwas Lustiges macht.“ Nein, keine Angst, es ist nur Opa Otto, für die Mädchen besser bekannt als die Stimme von Faultier Sid aus dem Blockbuster „Ice Age“. Aber dieses Wissen hilft den angehenden Models auch nicht dabei, ihr Schauspieltalent zu zeigen. Vielleicht lag es auch daran, dass vor dem Dreh eine weitere Kandidatin das Handtuch wirft. Die 19-jährige Romy, die erst in der letzten Folge erzählte, dass sie in der Schule übelst gemobbt wurde und deshalb immer noch nicht mit Kritik klarkäme, verlässt auf eigenen Wunsch die Model-WG. Erst im Nachgang berichten einschlägige Medien, dass sie wohl von Anfang an durch eine hartnäckige Neurodermitiserkrankung zu kämpfen hatte und ihr vor allem das Make up Probleme bereitete. An dieser Stelle sei gesagt, dass Mobbing kein Kavaliersdelikt ist und Menschen, die darunter leiden unbedingt und ohne Wenn und Aber geschützt werden müssen. Zurück beim Otto-Dreh fallen vor allem Elisa, Ana und Ashley bei Heidi durch.

Emotional ging es dann auch weiter: Opel suchte ein Werbegesicht für eine neue Kampagne. Während Romina vor allem durch ihre Lethargie auffiel, punktete erstmals Ashley mit ihrer herzergreifenden Familiengeschichte. Als Flüchtling nach Deutschlang gekommen kaufte sich ihr Vater nach jahrelanger harter Arbeit einen Opel Corsa. Unter Tränen berichtet Ashley, wie sie den hart erkämpften Corsa Charly taufte.

Beim finalen Elimination Walk fällt vor allem einer ins Auge: Otto Waalkes, der so garnicht zu den flotten Models passen will. „Wahnsinn“ ist der Kommentar der Stunde den der 72-jährige immer wieder hervorpresst. Und wen wundert es, dass Heidi mal wieder eine ganz besonders hervorhebt: „Ich kann mal meine Schallplatte herausholen – super Soulin, hast du toll gemacht Soulin.“ Es scheint, dass neben der Frage wer als nächstes das Handtuch wirft, auch für die Top Ten kaum noch Fragen offen sind. In dieser Folge bekommen – dank Romy – alle Mädchen ein Foto. Mal sehen, welcher Absurdität sich die angehenden Models in der nächsten Woche stellen müssen.

Bild: Patrick Meier

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